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Mineralische Rohstoffe

 

Mineralische Rohstoffe sind anorganische Grundstoffe (Bodenschätze) die keinen organischen Ursprung haben. Diese Stoffe sind als sehr geringe Anteile in den oberen Erdschichten eingelagert. Sie sind endlich und können nicht reproduziert werden. Sie können aber zu einem gewissen Teil recycelt werden, was aus Kostengründen noch viel zu wenig Anwendung findet. Die Gewinnung und Weiterverarbeitung mineralischer Rohstoffe (Eisen, Kupfer, Aluminium, Sand, Ton, Kalkstein u.a.) wurde erst durch die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen in großem Umfang ermöglicht. Der enorme Verbrauch beider Stoffgruppen läuft daher weitgehend parallel. Beide Stoffgruppen sind jedoch, im Gegensatz zur unerschöpflichen lebenden Natur, erschöpflich.

Die Entwicklung des weltweiten Rohstoffverbrauchs von Biomasse, fossilen Brennstoffen, metallischen und nichtmetallischen Mineralien zeigt die Übersicht. Der Verbrauch dieser Stoffgruppen hat sich von 1955 bis 2015 verfünffacht. Die Bevölkerung ist in diesem Zeitraum um das 2,5-fache gewachsen. Das zeigt, dass der Ressourcenverbrauch doppelt so hoch ist, wie das ohnehin schon hohe Bevölkerungswachstum.

Der heutige Wirtschaftsstandard wäre ohne den gigantischen Einsatz von mineralischen Rohstoffen und Energie nicht möglich gewesen. Es stellt sich hier immer wieder die Frage: Wie lange können wir von diesen endlichen Ressourcen zehren bis die Reserven aufgebraucht sind. Sicher ist: Die Vorkommen sind endlich und die Prognosen sprechen von Verfügbarkeiten zwischen 50 und 150 Jahren für essentielle Rohstoffe. Die Klimakrise könnte die Grenze auch schon vorher ziehen. Ob günstige oder ungünstige Szenarien angenommen werden, die Aussichten für die Enkelkinder dieser Erde sehen nicht gut aus, wenn die Menschen nicht schnell den Kurswechsel, hin zu einer deutlich nachhaltigeren Wirtschaftsweise einschlagen.

 

Dr. Günther Lißmann, Kassel 30.05.2019