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Die globale Herausforderung

Klimawandel und Flächenverbrauch

 

Zu viele Menschen glauben, für die endlose Steigerung ihres privaten Glücks, immer mehr Waren und Dienstleistungen im Überfluss konsumieren zu müssen.

Aus Profitstreben produziert die Wirtschaft rund um den Erdball Massen von nötigen und unnötigen Konsumgütern. Die Käufer werden mit hohem Werbeaufwand für den Kauf der Produkte animiert, was auch gelingt. Es wird gekauft, was das Zeug hält und die Politik lässt sich für das jährliche Konsumwachstum feiern.

Eine solche Lebens- und Wirtschaftsphilosophie frisst die endlichen Rohstoffe auf und zerstört die Umwelt in kürzester Zeit.

Mineralische Rohstoffe, fossile Energien, Agrarböden, Wasser, Luft/Klima und ein funktionierendes Ökosystem sind für ein Leben auf der Erde existentiell. Diese Ressourcen sind die Fundamente unseres irdischen Daseins. Die meisten Menschen auf der Erde erkennen das offenbar nicht und zerstören mit ihrem verschwenderischen Lebensstil unsere gemeinsame Lebensbasis.

Ein Systemwechsel hin zu einer konsequenten Kreislaufwirtschaft ist der einzige Ausweg. Die Eingriffe in die Natur sind maximal zu reduzieren und das, was wir schon entnommen haben, ist maximal wiederzuverwenden. Mit Rückbesinnung und Verzicht müssen wir schnellstens weg von der Wegwerfgesellschaft.

Bedeutet eine nachhaltige Wirtschaftsweise mit geringerem Verbrauch unserer endlichen Ressourcen und der Schutz unserer Umwelt wirklich Verzicht auf Glück? Oder erreichen wir durch eine konsequent nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise, gerade im Hinblick auf die Lebensbedingungen der nachfolgenden Generationen, ein viel besseres Lebensgefühl?

Wir alle sind es, die sich täglich mit unserem Konsumverhalten und unserem politischen Engagement für oder gegen den Erhalt des Planeten entscheiden können. Ergänzend zu dem zivilgesellschaftlichen Engagement ist die Vorgabe wirksamer politischer Rahmenbedingungen für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen jedoch evident.

 

Das Fundament unserer irdischen Existenz bekommt immer mehr RisseDas Fundament unserer irdischen Existenz bekommt immer mehr Risse

 

Das größte Nachhaltigkeitsdefizit und die größte Herausforderung vor der wir stehen, sind die materiellen und ökologischen Schulden, die wir durch Ausbeutung und Erschöpfung unserer natürlichen Ressourcen anhäufen. Damit setzen wir die Überlebensfähigkeit künftiger Generationen aufs Spiel. Die Menschheit nutzt heutzutage das Äquivalent von 1,7 Erden. Mit einem gigantischen weltweiten Verbrauch an materiellen Ressourcen, der zwischen 1900 und 2015 um das Vierzehnfache gestiegen ist und sich zwischen 2015 und 2050 nochmals mehr als verdoppeln wird. Die Welt bewegt sich damit rasch auf die völlige Zerstörung der sie tragenden Fundamente zu.

In den Unterpunkten des Menüpunkts "Ressourcenschutz" wird der Zustand unserer lebenswichtigen Fundamente kurz beschrieben.

 

Dr. Günther Lißmann, Kassel 01.11.2019